19
Jun
2008

holy shit

wenn ich mir blogs von anderen gleichaltrigen durchlese, frage ich mich immer wie langweilig ich eigentlich bin...
mit mir muss doch alles voll öde sein.
Ich rede nicht über alkohol, unterwäsche, was ich mir als letztes gekauft habe, besonders nicht wenn es bücher sind, die man ja jetzt habe muss, warum auch immer.
Vielleicht weil sie rosa sind und ein pflaster vorne drauf haben, das nicht mal echt ist.
Ich geh nicht jede woche saufen, nur weil man ja so lustige sachen erlebt, wenn man besoffen ist.
Ich mach keine Fotos von mir, die zeigen sollen, wie toll ich doch aussehe.
Und ich benutz nicht dauernd fucking oder shice oder holy shit oder so.
Ich hab keine Markenklamotten und wenn ich sturmfrei hab interessiert das auch keine sau. nichtmal mich.
Wow. was hab ich denn davon?
Ich kann mal ordentlich die bude aufn kopf stellen? oder sagt man das inzwischen nicht mehr?
Ich kann mich besaufen?
Ich kann jeden tag pizza essen?
Ich kann das totale chaos hinterlassen egal wo ich bin?
super.
besaufen könnt ich mich auch sonst jeden tag wenn ich wollte.
will ich aber nicht.
pizza essen wird irgendwann langweilig.
und chaos hinterlass ich sowieso immer.
und alleine sein ist nicht so prickelnd.
wow, sturmfrei.
schieß mich tot, würd ich mich freuen.

Bin ich so langweilig?
Nörgel ich immer nur rum?
Bin ich nicht in der Lage mein Leben zu genießen?
Komm ich irgendwann mal aus meiner Lethargie raus?
Oder werd ich mein ganzes Leben nur so vor mich hin vegetieren, weil mich nichts begeistern kann?

holy fuckin shice.

wir werden sehn.

18
Jun
2008

weg damit

und im nächsten moment ist wieder alles quatsch was ich geschrieben habe.
lächerlich naiv und ironisch, dass ich denke es würde jemals einen ausweg geben.
scheiße.
was ist los mit mir?
veränderung steht an und ich weiss nicht wer ich bin, was ich will und was das alles soll.
ich hasse dieses auf und ab.
Hoffnung, verzweiflung, hass wechseln sich ab.
mr. t. würde es wahrscheinlich trauer nennen.
aber trauer gibt es bei mir nicht, darf es nicht geben.
gab es noch nie.
zum kotzen.
und das einzige auf das ich mich jetzt freuen würde sind meine Freunde und c.
Aber meine freunde darf ich nicht mehr. und ich hab grad keine kraft für einen inneren kampf.
alles vergessen, alles erledigt.
mir gehts super und mein leben ist toll.
das sollte reichen bis ich einschlafe.

Revue

Mir ist gerade klar geworden, wie viel sich verändert hat in den letzten 10 Monaten.
Wow, es sind schon 10 Monate.
Und 6 davon hab ich ganz alleine hinbekommen.
Vor 10 Monaten sah mein Leben noch anders aus.
Unglaublich anders.
So anders, dass es mir vorkommt, als hätte sich jemand ne Schere genommen, ein Stück aus meinem Lebensfilm rausgeschnitten und irgendwo wieder angeklebt, wo es gerade ganz hübsch aussah.
Aber das war wohl ich selbst.
Und es steckt wahrscheinlich mehr dahinter als ich mir jemals eingestehen würde.
Ich sollte stolz auf mich sein.
Ich wäre es, wenn ich es könnte.
Vor 10 Monaten waren es noch 8 Monate bis zum Abi.
11 Monate um von meinen Eltern wegzukommen.
Ein Leben lang um ein Ziel zu finden, eine Richtung, einen Anhaltspunkt.
Und alles an dem ich mich festhalten wollte stürzte gnadenlos zusammen.
Um mich und in mir erstreckte sich grenzenlose Leere.
Das wollte ich nicht mehr.
Und ich habe es beendet auf eine Art die ich mir nicht zugetraut hätte.
Die ich auch so nicht vorrausgesehen hatte.
Nicht so radikal.
Aber wenn ich ehrlich bin, ich habe nichts vorrausgesehen.
Es war mir egal.
Es sollte nur anders sein und meinetwegen alles vorbei.
Aber ich hätte am liebsten nichts davon mitbekommen, dass auf einmal alles vorbei war.
Die Gewissheit ist etwas anderes als die Realität.
Aber ich hab gelernt damit umzugehen.
Mehr oder weniger.
Wenn es stimmt, was die Statistik sagt, liegen meine Heilungschancen bei zehn Prozent.
Aber ich kämpf mich durch.
Ralf hat immer gesagt, dass er das so an mir bewundert.
Er hat gesagt, dass meine Stärke immer so von innen strahlt.
Auch wenn ich das nicht sehen würde und ich nicht drankommen würde.
Ich hätte ihm so gern etwas davon abgegeben.
Aber ihn hab ich wohl auch im Stich gelassen.
Ich hab ihm nie gesagt was er mir bedeutet, aber er ist trotzdem gegangen.
Vielleicht hätte es nichts geändert, vielleicht hätt ich es auch nie sagen können.
Jetzt ist es zu spät und ich vermiss ihn und bin froh Erinnerungen an ihn zu haben.
Wahrscheinlich war es so besser für ihn.
Und auch in mir hat sich was getan dadurch.
Es hört sich bescheuert an, aber ich hab das Gefühl, dass ich das jetzt noch tun muss für ihn.
Alles durchzuziehen, mich durchzubeißen, alles zu versuchen, um ihm zu beweisen, dass er Recht hatte.
Dass es irgendwo in mir eine Stärke gibt, die mich am Leben hält.
Und wenn ich die gefunden habe, dann werde ich sehen, was sich damit alles anstellen lässt.
Ein paar Dinge weiss ich schon.
Es ist möglich einen Ausbildungsplatz zu bekommen, auch ohne Abitur.
Es ist möglich in 5 Monaten sein gesamtes Leben umzukrempeln.
Ein Ziel zu haben und dafür zu bekämpfen.
Nicht lockerzulassen, aufzustehen und sich an der letzten Chance, die man verzweifelt sucht und irgendwo findet, auch noch so klein, hochzuziehen bis man irgendwann Erfolge erzielt.
Und dann nicht lockerlassen.
Weitermachen.
Ruhig mal umgeschubbst werden dürfen, nur wieder aufstehen.
Das hört sich alles so klischee-behaftet an.
Aber irgendwo scheints ja Realität zu sein.
Ich hab mich von allem getrennt was ich zu haben glaubte und mir eine neue Realität aufgebaut.
Mit einem Ziel und einer gewissen Stabilität an die ich noch nicht glauben will.
Das Mißtrauen wird wohl nie weggehen, aber solange ich noch die Stärke, die Ralf mir gegeben hat, in mir rumtrage, werd ich schon klarkommen.
Hoffe ich.
Das werd ich aber wohl erst sehen, wenn meine Befürchtungen sich realisieren und mir wieder der Boden unter den Füßen weggerissen wird.
Viele Dinge die ich zurückgelassen habe, vermisse ich.
Aber einen abgeschlossenen Abschied hab ich noch nie hinbekommen.
Vielleicht hinterlässt das wieder Löcher in mir, aber vielleicht schließen sie sich auch irgendwann wieder.
Vielleicht schließen sich ja alle irgendwann.

Ich weiss nicht was passieren muss um mich von Sicherheit zu überzeugen.
Ich glaube so etwas gibt es nicht.
Das einzig sichere ist der Tod.
Ja, jetzt werd ich theatralisch.
Aber so ist es nunmal.

Never forget what it means to be alone.

16
Jun
2008

Countdown

Ich hab eine kleine niedliche Wohnung in der Innenstadt gefunden.
Mit Küche, Schlafzimmer, Wohnzimmer, Bad, Flur, 2 Abstellräumen und Gartenmitbenutzung.
Und Klingel und Briefkasten.

Es muss noch viel getan werden.
Aber das krieg ich schon hin und eigentlich freu ich mich auch drauf ein bisschen zu renovieren.
Boden, Wände, Decken, Fenster, Türen, Lampen.
Sonst ist alles ok.
In Lübeck scheint man anders zu renovieren als hier.
Schränke werden beim Teppichverlegen nicht weggeräumt sondern einfach aus dem Teppich ausgeschnitten.
Lampen werden mitgestrichen und über Heftzwecken und Nägel wird drübertapeziert.
Passt schon.
Irgendwie find ich das sympathisch.
Aber macht natürlich mehr Arbeit für mich.
Was solls.
Passt schon...

6
Jun
2008

Neues Leben, neues Glück

Lübeck rückt immer näher.
So langsam müsste sich ein Gefühl einstellen.
Tut es aber nicht.

Die Migräne ist im Moment das einzige aufdrängende Gefühl.
Alles andere taucht höchstens in Träumen oder Gesprächen mit Mr. T auf.

Mirta wird reduziert. Und vielleicht kann ich bald auch wieder ein Glas B. auf Eis trinken ohne mir über Blutwerte Gedanken machen zu müssen.

Es gibt noch viel zu tun.
Ich fang sofort damit an.

Aussortieren. Aufräumen. Kisten packen.
Musik hören.
Suchen.
Anfangen.

3
Mai
2008

Nachricht an mich

vergiss es nicht.
mach es einfach.
es hilft dir wahrscheinlich.
donnerstag:popcorn
freitag:L., kekse
samstag:filme, spongebob, das

versuchs einfach. vielleicht hilft es wirklich.
kritzel kritzel
doku doku

drogenfilme machen mich nur vom zusehen strange....

25
Apr
2008

Ungesagt

"Das ist sehr langweilig immer das Hemd zuerst und dann
die Hosen drüber zu ziehen und des Abends ins Bett und
morgens wieder heraus zu kriechen und einen Fuß immer
so vor den anderen zu setzen, da ist gar kein Absehens
wie es anders werden soll. Das ist sehr traurig und
dass Millionen es schon so gemacht haben und dass Millionen
es wieder so machen werden und, dass wir noch
obendrein aus zwei Hälften bestehen, die beide das
Nämliche tun, so dass alles doppelt geschieht. Das ist
sehr traurig."
(Georg Büchner, Dantons Tod, Zweiter Akt, Erste Szene, Vers 7-17)

"Fürchte mich weder vor Hölle noch Teufel -
Dafür ist mir auch alle Freud entrissen,
Bilde mir nicht ein was Rechts zu wissen,
Bilde mir nicht ein ich könnte was lehren
Die Menschen zu bessern und zu bekehren.
Auch hab ich weder Gut noch Geld,
Noch Ehr und Herrlichkeit der Welt;
Es möcht kein Hund so länger leben!"
(J.W.Goethe, Faust, Vers 369- 376)

"Ich sehe dich, es wird der Schmerz gelindert,
Ich fasse dich, das Streben wird gemindert,
Des Geistes Flutstrom ebbet nach und nach.
Ins hohe Meer werd ich hinausgewiesen,
Die Spiegelflut erglänzt zu meinen Füßen,
Zu neuen Ufern lockt ein neuer Tag,

Ein Feuerwagen schwebt, auf leichten Schwingen,
An mich heran! Ich fühle mich bereit
Auf neuer Bahn den Äther zu durchdringen,
zu neuen Sphären reiner Tätigkeit.
Dies hohe Leben, diese Götterwonne!
Du, erst noch Wurm, und die verdientest du?
Ja, kehre nur der holden Erdensonne
Entschlossen deinen Rücken zu!
Vermesse dich die Pforten aufzureißen,
Vor denen jeder gern vorüberschleicht.
Hier ist es Zeit durch Taten zu beweisen,
Dass Manneswürde nicht der Götterhöhe weicht,
Vor jener dunkeln Höhle nicht zu beben,
In der sich Phantasie zu eigner Qual verdammt,
Nach jenem Durchgang hinzustreben,
Um dessen ganzen Mund die ganze Hölle flammt;
Zu diesem Schritt sich heiter zu entschließen
Und, wär es mit Gefahr, ins Nichts dahin zu fließen."
( J.W. Goethe, Faust, Vers 696- 719)

Es tut mir leid, dass ich dir nicht helfen konnte.
Ich werde dich sehr vermissen.
Ich hoffe es geht dir jetzt besser.

18
Apr
2008

Versaut

Stimmungswechsel die ich weder kontrollieren noch nachvollziehen kann, die ich dann irgendwie an anderen auslasse, ohne es zu wollen, sind suberfreulich.
Ich habs mal wieder s.o.
Es tut mir leid.

Dass ich abweisend bin.
Dass mich Kleinigkeiten mich zurückziehen lassen.
Dass ich nicht logisch reagiere.
Dass ich unberechenbar bin.
Dass ich aggressiv bin.

Danke, dass du mich trotzdem nicht hasst

Gleichungen

Es ist leider so, dass ich das Gefühl habe, mein Leben nur erhalten zu können, wenn ich jeden Tag um meine Existenz kämpfe.
Daraus ergibt sich:
Existenzkampf=Leben
Das ist auch andersrum gültig, da dieser Kampf so ziemlich alles bestimmt, was ich tue.
Leben=Existenzkampf

Außerdem lässt sich dieser Kampf als sehr anstrengend, aber auch als Herausforderung betrachten.

Existenzkampf= Anstrengung, Herausforderung
da
Leben =Existenzkampf
Leben= Anstrengung, Herausforderung

Jetzt stellt sich mir die Frage, was passiert, wenn ich nicht mehr um mein Leben kämpfen muss.
Rein logisch würde sich daraus ergeben, dass ich, wenn das vorbei ist, auch nicht mehr das Leben habe, was ich jetzt habe.
Existenzkampf=Leben
Aber da mein Leben im Moment eine Herausforderung ist, ist die Frage, ob ich mein Leben noch für spannend genug halte, wenn ich nicht mehr darum kämpfen muss.
da
Leben=Anstrengung, Herausforderung

Daraus ergibt sich schließlich das Risiko, dass wenn ich nicht mehr um mein Leben kämpfen muss, ich es nicht mehr für lebenswert halten könnte.

Obwohl das eigentlich unlogisch ist, weil ich bei meiner ersten Gleichung davon ausgehe, mein Leben nicht für lebenswert zu halten.
Die letzten Gleichungen müssten aber in einer Phase aufgestellt werden in der das nicht mehr der Realität entspricht, woraus sich ergibt, dass die Gleichungen auf völlig unterschiedlichen Grundlagen beruhen und somit nicht vergleichbar oder aufeinander anwendbar sind.
Ich hoffe das stimmt.

15
Apr
2008

Einziger Ausweg

Warum erscheint es mir immer so?
Was ist denn mit mir los?
Was ist denn bei mir falsch gelaufen?
Warum bin ich so behindert?
Warum bin ich mein größter Feind?
Warum muss das alles so schwer sein?

Ich hasse es.
Ich hasse das Kämpfen.
Ich hasse das Aufgeben.
Ich hasse das Grübeln.
Ich hasse die Leere.
Ich hasse die Kälte.
Ich hasse das Chaos.

Ich will nicht mehr.

upside down

Ich hasse diese Auf und Abs.
Stimmungsschwankungen sind zum Kotzen.

Hab das Gefühl es gehen wieder Sachen in meinem Kopf vor, die mich einfach nicht mitreden lassen und irgendwann vor vollendete Tatsachen stellen, mit denen ich dann nicht klar komme.

Vielleicht deswegen auch die Kopfschmerzen.

Habe erzählt wo ich war.
Er meinte er würd sich gern mit mir treffen, um persönlich drüber zu reden.
Hats besser aufgenommen, als ich gedacht hätt.
Weiss aber nicht ob ichs erzählen könnt.
Oder überhaupt will.
Hab Angst zu tun was T. mir geraten hat.
Ich will nicht abhängig sein oder werden.

Mal sehen was sich ergibt.

Ich weiss nicht wie viel Kraft ich noch habe, um nicht zu kapitulieren.
Wir werden sehen.

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