20
Feb
2009

Der Himmel

himmel
Ich wünsche mir, dass es ihn gibt.
Einen Ort an dem ich glücklich sein kann, die ganze Zeit, ohne zu vergessen wie es war traurig und verzweifelt zu sein.
Einen Ort, wo es kein Abschiednehmen gibt.
Kein Verlieren.
Ohne, dass man vergisst was man an allem hat.
Ohne Routine.
Ich hoffe nur meine Seele ist dann eine andere.
Kein schwarzes Loch, das versucht mich aufzufressen.

Es wär so schön wenn alles anders wäre, aber ich hab keine Ahnung, wie dieses Anders aussehen soll.
Wie kann ich etwas zum Besseren ändern, wenn ich nicht weiß, was das Bessere ist.
Ich könnte gerade einen Messias gebrauchen, der meine Blindheit heilt.
Der mich aufstehen und loslaufen lässt.
Einen Tropfen heiligen Geist, der mir den Weg zeigt.

Ich hab Angst, dass sich das nach religiösem Geschwafel anhört.
Vielleicht ist es das auch.
Vielleicht ist die Findung meiner Selbst meine Religion.
Vielleicht ist es etwas, an das ich nur glauben muss.
Und vielleicht hilft gerade dieser Glaube an eine strahlende Stärke in mir, diese Stärke zu finden.
Es ist nichts anderes als der Glaube an einen Funken Gottes in mir.
Je nachdem was man unter Gott versteht.
Für mich würde es auf alles Schöne zutreffen, was ich aus den Augen verloren habe.
Licht, Liebe, Vertrauen, Freude, Energie.

Ich kann verstehen, wenn jemand sagt er habe durch seine Religion sich selbst gefunden und könnte ohne sie nicht leben.
Ich weiss nicht wie lange ich überleben würde, wenn ich die Hoffnung verlieren würde diesen Funken Schönheit in mir irgendwann zu finden.
Religion ist für mich der Weg zu sich selbst.

Hört sich vielleicht egoistisch an, aber ich denke gerade Menschen, die sich selbst gefunden haben, finden auch den Weg zu anderen.
Den richtigen Weg.
Denn irgendwo ticken wir doch alle irgendwie ähnlich.
Das Irgendwo und Irgendwie macht uns individuell.

Sagt auf jeden Fall meine Erfahrung.

Es ist die Mütze

Es war tatsächlich die Mütze.

Ich fahre nichts ahnend mit dem Auto und einem Freund im Gepäck zu einer Freundin.
Plötzlich überholt mich scharf ein blaue gestreiftes Auto mit Aufschrift der Gesetzeshüter und bittet mich zu folgen.
Hallo Adrenalin.
F.: Erste Polizeikontrolle?
S.: Jaa
F.: Hihi
Ich folge brav auf den Parkplatz, stelle mich brav mit meinem Auto neben den Polizeiwagen, schalte den Motor aus und warte auf weitere Anweisungen.
Polizist steht vor meiner Tür, ich öffne die Tür.
"Alkohol- und Drogenkontrolle"
Puh. Nichts zu befürchten.
Das blöde Adrenalin sieht aber nicht ein zu verschwinden und macht mich ein bisschen unsicher und hibbelig.
"Führerschein und Fahrzeugschein bitte"
Führerschein ist schnell rausgekramt. Fahrzeugschein? Wo war der noch gleich?
"Einmal Licht bitte"
Ha, steckt noch hinter der Sonnenblende, Glück gehabt.
Ich mach die Tür wieder zu, weil es schneit und kalt ist und im Auto gerade mal ausnahmsweise ein bisschen warm.
Der Polizist beschaut sich meine Papiere und das Nummernschild.
Steht wieder vor meiner Tür.
Ich mach die Tür wieder auf.
"Frau K. auch wenn es draußen kalt ist, könnten sie mir mal Warndreieck und Verbandskasten zeigen?"
Mist.
Hoffentlich find ich das Zeug unter einer Zeit von 10 Minuten.
Also auf zum Kofferraum.
"Gerade erst hergezogen?" Bezieht sich auf mein ortsfremdes Kennzeichen von Weit Weg.
"Mhmm."
"Und dann direkt die Lübecker Polizei an der Backe."
Ich überlege fieberhaft wo das blöde Dreieck versteckt sein könnte und hoffe inständig den Verbandskasten ganz in der Nähe zu finden.
"Mhm."
"Ah da ist es ja"
Der junge Polizist, der die nächsten Jahre nur Streife fahren und Berichte schreiben darf, hatte vor mir erkannt, was sich hinter dem ersten Reißverschluss zeigte, den ich öffnete.
"Oh echt?"
Selten dämlicher Kommentar meinerseits, aber ich war wirklich fasziniert wie schnell man das erkennt.
Ich erkenn Verbandskästen nur an großen aufgedruckten weißen Kreuzen, was hier nicht zu sehen war.
Aber der Mann hatte wohl Erfahrung im Streifefahren.
Vielleicht machts ihm ja Spaß.
Vielleicht wars ihm auch egal ob ichs wirklich finde, der Grund war wohl eher einen nett untergeschobenen Grund zu finden mich zum Aussteigen zu bewegen ohne es direkt zu sagen.
Polizisten werden auch immer antiautoritärer. Find ich gut.
Trotzdem fühlt man sich ein bisschen verarscht, wenn man drauf kommt.
Vielleicht wars ja auch gar nicht so. Wer weiß.
"Also ich will ehrlich sein, Alkohol rieche ich keinen bei Ihnen (In dem Moment fragte ich mich, was passiert wär wenn ich mich auf der Arbeit ausversehen mit Ethanol begossen hätte), aber Sie sehen aus wie eine Joint-Konsumentin."
Ich musste grinsen. Ich kann mich kaum erinnern wann ich das letzte Mal gekifft habe.
F.:"Es ist die Mütze, oder?"
"Ja, ich muss zugeben, es ist tatsächlich die Mütze."
Ich hätte fast laut losgelacht.
Meine Mütze ist selbstgestrickt. Olivgrün mit weißen Streifen. Weil sie ziemlich weit ist und ich Mützen nicht gerne im Gesicht hängen habe, hängt sie immer so ein bisschen auf Halbmast.
Ich glaube ich sagte sowas wie "Was? Die Mütze? Nur wegen meiner Mütze?"
"Ja, wir müssen da von unserer Erfahrung ausgehen und die hat es häufig bestätigt."
Ich muss wohl ziemlich doof geguckt haben, irgendwo zwischen ungläubig, kurz vorm losprusten und nervös.
"Ich frage Sie jetzt ganz offen, haben Sie einen Joint geraucht?"
"Nein."
"Haben sie in den letzten 2 Wochen einen Joint geraucht?"
"Nein."
"Nun, sie sind 21 (bin ich nicht, da hat er sich wohl verrechnet), haben Sie denn überhaupt schonmal gekifft?"
Blöd bin ich nicht, als wenn ich da jetzt lügen würde, wenn ich vorher die Wahrheit gesagt habe.
"Ja, klar hab ich schonmal gekifft."
"Wie lange ist das denn jetzt her?"
"Puh, keine Ahnung, kann mich schon nicht mehr dran erinnern, müßt ich jetzt länger überlegen."
"Ich will ehrlich sein (irgendwie hatte er es mit diesem Satz), die meisten lügen, bei diesen Fragen."
Warum stellt er sie dann?
Wahrscheinlich reine Formsache, Höflichkeit.
"Ich würde gerne zwei Tests mit Ihnen machen, wenn sie zustimmen."
"Wie sehen die denn aus?" (Ich hasse Blutabnehmen, das wollte ich auf jeden Fall vermeiden)
"Erst leuchte ich Ihnen mit meiner Taschenlampe in die Augen und dann nehm ich den Kulli."
"Wie den Kulli?"
Für mich hörte es sich so an, als würde er mir mit dem Kulli in den Augen rumpulen wollen.
"Nur mit den Augen folgen. Wir lassen Ihnen schon Ihr Augenlicht, keine Sorge."
"Achso, na dann."
An der Stelle muss ich ziemlich dämlich gelacht haben. Kommt mir in meiner Erinnerung auf jeden Fall so vor.
Er erklärte mir das ganze Prozedere und machte mit mir den ersten Test mit der Taschenlampe.
"Jaaa, den anderen würde ich auch gerne machen."
Mhm, komisch. Dachte eigentlich bei dem ersten Test würde sich das schon erledigen. Vielleicht die Medis.
"Ok."
Ich bin brav dem Kulli mit meinen Augen gefolgt.
Dabei kommt man sich übrigens ziemlich lächerlich vor, gepaart mit dem Adrenalin kann ich mir vorstellen, warum die meisten dabei lachen, wie der Polizist erzählte.
Ich dachte mir, wenn ich jetzt anfange zu lachen, macht mich das nicht glaubhafter.
Also hab ichs gelassen.
"Ok, alles in Ordnung. Dann wünsch ich noch einen schönen Abend und gute Fahrt."
"Danke, gleichfalls."
Weg warnse.
Und ich musste lachen.
Mit meiner Mütze auf Halbmast und dem Pali um den Hals.
Wär mir gar nicht aufgefallen.
Jetzt weiß ich wenigstens, wo der Verbandskasten ist.
Und meine erste Kontrolle hab ich auch ungeschadet überstanden.
Puh.
Es war tatsächlich die Mütze.

10
Feb
2009

Phantasia

Meine Kindheit war eigentlich gar nicht schlecht.
Jedenfalls hab ich in der Zeit nichts davon gemerkt.

In der Zwischenzeit hat sich zu viel geändert.
Der größte Schmerz war für mich immer, dass ich verlernt habe zu träumen.

8
Feb
2009

New

Hab ein neues Layout.
Gefällt mir.
Endlich mal wieder n bisschen was neues.

C. ist wieder weg.
War ein schönes Wochenende und ich denke wir haben auch viel geschafft.
Hab heute noch nichts gegessen.
Werde mir gleich Kartoffel-Pü aus dem Plastikbecher antun.
Morgen erstmal ganz entspannt Schule.
Freu mich schon drauf.
Danach zur Bank, mit J. Kittel kaufen und abends vielleicht ins B..
Hoffe die Woche wird besser als die letzte und ich schaffe es endlich mal schwimmen zu gehen.
Hab viel neue gute Musik entdeckt diese Woche:


Mir gehts im Moment gut.
Das ist gut.
Fühl mich in meiner Wohnung langsam wieder wohl.

Sonnenschein für alle!

4
Feb
2009

Zeit

vergeht zu schnell.
Wenn man am Anfang seines Lebens zu schnell gelebt hat, wird das Leben zum Ende hin langsamer?
Und andersrum?
Werden Menschen deswegen älter?
Was ist die richtige Art zu leben?

If it makes you happy, it can´t be that bad
sheryl crow

28
Jan
2009

Ohne dich

kann ich nicht schlafen.
kann ich nicht denken.
kann ich nicht aufstehen.
kann ich nicht arbeiten.
kann ich nicht einkaufen.
kann ich nicht essen.
kann ich nicht atmen.
kann ich nicht trinken.
kann ich nicht aufräumen.
kann ich nicht lernen.
kann ich nicht nach hause gehen.
kann ich mich nicht wohl fühlen.
kann ich nicht lachen.
kann ich nicht reden.
kann ich nicht kochen.
kann ich nicht abspülen.
kann ich nicht aufräumen.
kann ich nicht raus gehen.
kann ich meine Wäsche nicht waschen.
kann ich nichts.

Und doch tu ich es irgendwie.
Weil ich keine Wahl habe.

Ich vermisse dich.

Nichtsnutz

Ich bin nicht mal in der Lage zum Arzt zu gehen.
Ich kann keine 2 Wochen alleine sein.
Ich hasse mich.
Nichts kann ich.
Ich will nicht jedem lästig sein.
Ich will nicht dauernd darum betteln müssen mir Gesellschaft zu leisten, damit ich zurechtkomme.
Ich will einfach nicht mehr da sein.

26
Jan
2009

Klare Stille

Es ist still um mich.
Dinge wie ein einziger einfacher Arztbesuch und die Angst davor bringen meine ganze Persönlichkeit ins Wanken.
Ich hasse mich so sehr, dass es eigentlich keine Alternative zum stückweisen zerstören gibt.
Aber ich mag den Sommer.
Und ich hab Angst davor nur mit langen Ärmeln oder Hosen rumlaufen zu können.
Deswegen, hatte ich die Idee es bis zum Ende des Sommers aufzugeben.
Es wird nicht leicht.
Es wird sehr anstrengend.
Es wird jede freie Kraftreserve erfordern, die ich aufbringen kann.
Aber es hat ja auch keiner gesagt, dass leben leicht wäre.
Es hat mich niemand gefragt, ob ich leben will.
Das ist schon richtig.
Aber ich hab trotzdem die Antwort darauf.
Ja, ich will.
Aber wahrscheinlich ist das gerade das Problem.
Dass ich zu sehr am Leben hänge.
Ich verzweifel an der Liebe zum Leben.
So ist das, wenn man das Gefühl hat nicht zurückgeliebt zu werden.
Mein Leben hasst mich und das macht es umso schmerzhafter es zu lieben.
Ich kann Stille nicht genießen.
Ich löse mich darin auf.
Mein größtes Problem ist es, dass ich abschweife.
Dass ich nicht im Hier und Jetzt bleiben kann.
Aber dafür brauch ich keinen Therapeuten.
Das zu überwachen bekomm ich schon alleine hin.
Den Therapeuten brauch ich für die Zeit, in der ich abschweife und nicht mehr zurückfinde.
Für die Zeiten, in denen meine Sicherungen durchknallen.
Für die Zeiten, die sich (noch) meiner Kontrolle entziehen.
Das werd ich ändern.
Aber nicht alleine.
Und nicht hier.
Und nicht jetzt.
Jetzt, geh ich duschen.

22
Jan
2009

Entscheidungen

Meistens sind die Entscheidungen am Einfachsten, die einem abgenommen werden können.
Und meistens sind die Entscheidungen am Schwersten, die man ganz alleine fällen muss.
Ich habe nie eine Vorabifete gehabt.
Ich hab mich dagegen entschieden.
Ich könnte jetzt studieren, aber ich tu es nicht.
Weil ich mich dagegen entschieden habe.
Ich könnte auch jetzt noch Vorabifeten feiern, aber ich habe mich auch dagegen entschieden.
Weil ich mein eigenes Leben wollte, weil ich ein Leben wollte, das den Namen verdient.
Ob ich das gefunden habe, weiss ich nicht.
Aber ich weiss, dass jede Entscheidung gute und schlechte Seiten hat.
Und manchmal Konsequenzen, die man nicht vorhersehen kann.
Gute oder schlechte.
Ich hab es aufgegeben meine Entscheidungen mit dem Kopf fällen zu wollen.
Das hat mich immer unglücklich gemacht.
Mein Bauch war auch nie der Netteste.
Ich weiß nicht, wie das gehen soll.
Entscheidungen zu treffen.
Man tut es, oder man lässt es.
Aber meistens ist man, egal wofür man sich entscheidet, nach der Entscheidung besser dran, als wenn man sie ewig vor sich herschiebt.
Egal wie schlimm es kommt, man hat immer Gewissheit.
Schlechte oder sehr schlechte, gute oder sehr gute Konsequenzen, das entscheidet das Leben.
Ich glaube auch daran, dass wir die Kontrolle darüber haben. In einem gewissen Rahmen.
Wir sind einfach zu viele Menschen auf diesem Planeten.
Man kann nicht alles einplanen, vorhersehen oder beeinflussen.
Den Rest ausserhalb unseres Handlungsspielraums, schreibt das Leben, der Zufall, das Schicksal, Gott oder was auch immer.
Es geht viel mehr darum, wie wir damit zurechtkommen.

Es ist besser ein kleines Licht anzuzünden,
als die Dunkelheit zu verfluchen.
Konfuzius

19
Jan
2009

Diese Welt

Diese Menschen
Dieses Leben
NERVT
mich auf jeden Fall.
Ich find das alles so zum Kotzen.
Ich kann diese Menschen nicht mehr sehen.
Auf der Straße, auf der Arbeit, in den Geschäften, im Hausflur.
Immer reden sie oder sind häßlich oder stehen im Weg oder brüllen oder gehen viel zu langsam oder rempeln einen an oder beobachten einen oder lachen über irgendwelchen unlustigen Scheiß.
Und dann will mir noch einer erzählen ich müßte Leuten, die meine Freunde werden wollen, einen kleinen Vertrauensvorschuß geben.
So ein Scheiß.
Damit jedes zweite Wochenende die Verabredungen ne halbe Stunde vorher abgesagt werden, weil man ja jetzt doch keine Lust mehr hat, oder mein Geburtstag einfach mal vergessen wird und dann noch ganz dreist, nach monatelanger Verabredung(!), 3 Stunden vorher abgesagt wird, weil man ja noch woanders eingeladen ist.
Seh ich aus wie der Arsch vom Dienst?
Kann man mit mir alles machen, nur weil ich nie meinen Mund aufmache um meine Meinung zu sagen?
NEIN
Ja, ich kann gemein werden, ohne den Grund dazu zu sagen.
Aber ich mach es nie, weil ich mich dann unfair finde.
Und dafür hasse ich dann mich.
Aber ich kann das nicht.
Ich kann nicht reden, ich kann nicht sagen was ich denke, weil ich dann zuviel von mir preisgebe.
Weil ich mich dafür öffnen müsste und das kann ich nicht bei Menschen, denen ich nicht mehr vertraue.
Tja so ist das.
Alles scheiße.

Seit ein paar Tagen,

seit ein paar Wochen,
seit ein paar Monaten,
seit ein paar Jahren.

Es tut weh, aber es geht weiter.
Und weiter, und weiter und weiter und weiter.
Will ich das?
Nein, aber ich hab noch die Hoffnung, dass ich es irgendwann wollen werde.
Diese Chance will ich mir nicht nehmen.

Ich geh jetzt versuchen, mein Leben auf die Reihe zu kriegen.
Großer Plan: Zur Bank und ein Paket abschicken.
Sieht klein aus, ist es aber nicht.
Vor allem nicht im Kopf dabei zu bleiben und nicht voraus zu planen.
Ich versuchs mal.
Hier regnets.

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