22
Aug
2009

Public Enemies

Ein kleiner Vorgeschmack

Ich war gestern zum ersten Mal in meinem Leben völlig allein im Kino.
War nicht ganz so schlimm wie ich befürchtet hatte.
Nun zum Film.
Ein schöner fast klassischer Gangster-Kitsch-Film mit echten Gentlemen, hübschen Ladies, vielen Knarren und pathetischen Dialogen.
Der Film bleibt, so weit man Wikipedia glauben kann, sehr nah an der realen Geschichte.
John Dillinger, der erste Staatsfeind Nr.1, erscheint im Film als ein sympathischer, cleverer Träumer, der einfach nur eine andere Ansicht vom Leben, als das Bureau of Investigation hat.
Der Film ist mit viel Spannung und humorvollen Szenen gespickt, jedoch auch mit einigen Auszügen triefigem Kitsch.
Was aber als Ausgleich für die geräuschgeladenen Schusswechsel ganz nett ist und einfach zu so einem Film dazu gehört.
Viele Szenen sollten wahrscheinlich nicht so witzig sein, haben mich aber dennoch zum Schmunzeln gebracht.
Z.B. folgende:
Dillingers Bande ist unterwegs nach einer munitionsgeladenen Szene im Ford mitten im Nirgendwo.
Dillinger: "Wie weit ist es noch bis zur Farm?"
Fahrer(mit starrem Blick geradeaus): "3,2 Meilen."

Kilometer- bzw. Meilenstandanzeiger gab es auch damals schon im Ford. Man konnte sie, glaube ich, aber nicht in der Windschutzscheibe ablesen.
In meinem Kopf entstehen in so einem Fall lustige Szenen, die aber wahrscheinlich auch nur dort lustig sind.

Alles in allem, ist Public Enemies ein sehenswerter Film, mit interessanter, teilweise ungewöhnlicher Kameraführung, viel Spannung, intelligentem Humor und den typischen Gangsterfilm-Klischees.

Der Soundtrack vermittelt eine authentische Atmosphäre und ist ebenfalls sehr hörenswert.

Ein typischer Film fürs Kino, wirkt er zu Hause aus dem DVD-Player wohl nur halb so gut.

Das wars von mir.

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