24
Nov
2008

Ich habe immer das Gefühl

in jeder Welt leben zu müssen.

Ich habe den Eindruck, ich müsste alle Welten,die je ein Mensch geschaffen hat, auf einmal begreifen.
Nicht weil ich es will.
Weil ich muss.
Weil ich irgendwann auf die dumme Idee kam, Ideen, Vorstellungen, Verhaltensweisen und Gefühle von anderen übernehmen zu müssen.
Weil ich es nicht konnte ohne die dazugehörige Welt zu begreifen.

Und jetzt?
Kenn ich viele Welten und steh mehr am Anfang als je zuvor.

Wozu sind denn meine Augen da,wenn sie sehen, aber nichts sehen?
Wozu meine Ohren, wenn sie hören, aber nichts hören?
Wozu all das Fremde in meinem Kopf?
Das, Gehirnwindung für Gehirnwindung, zunichte denken, bis vielleicht ganz am Grund ein Löffelchen voll von mir durchscheint.
Die Erinnerung hernehmen wie ein Messer und es gegen sie selbst richten, die Erinnerung abstechen mit der Erinnerung. Wenn das geht.
-- Jenny Erpenbeck-Wörterbuch.Roman.
just me (Gast) - 26. Nov, 10:10

Das Gefühl kenn ich nur zu gut

Aber macht es nicht auch alles irgendwie einfacher?
Wenn wir die anderen Welten nicht verstehen würden wären wir dann nicht schrecklich einsam in unserer eigenen?
Oder wäre es doch möglich sie mit jemandem zu teilen?
Doch dieser jemand müsste sich dann eigentlich genauso fühlen...
Manchmal ist sich anpassen nicht die beste Lösung, aber einfacher ist es allemal.
Zudem muss man doch erst einmal alles sehen, bevor man weiß, wo man selber hingehört.
Wer man ist und wer man sein möchte...
Um dann womöglich einen Neuanfang zu haben (haben ist wahrscheinlich das falsche Wort, aber was passenderes will mir einfach nicht einfallen...)

Das Leben ist viel zu Kompliziert um es in einem Leben zu verstehen!


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