Der Himmel

Ich wünsche mir, dass es ihn gibt.
Einen Ort an dem ich glücklich sein kann, die ganze Zeit, ohne zu vergessen wie es war traurig und verzweifelt zu sein.
Einen Ort, wo es kein Abschiednehmen gibt.
Kein Verlieren.
Ohne, dass man vergisst was man an allem hat.
Ohne Routine.
Ich hoffe nur meine Seele ist dann eine andere.
Kein schwarzes Loch, das versucht mich aufzufressen.
Es wär so schön wenn alles anders wäre, aber ich hab keine Ahnung, wie dieses Anders aussehen soll.
Wie kann ich etwas zum Besseren ändern, wenn ich nicht weiß, was das Bessere ist.
Ich könnte gerade einen Messias gebrauchen, der meine Blindheit heilt.
Der mich aufstehen und loslaufen lässt.
Einen Tropfen heiligen Geist, der mir den Weg zeigt.
Ich hab Angst, dass sich das nach religiösem Geschwafel anhört.
Vielleicht ist es das auch.
Vielleicht ist die Findung meiner Selbst meine Religion.
Vielleicht ist es etwas, an das ich nur glauben muss.
Und vielleicht hilft gerade dieser Glaube an eine strahlende Stärke in mir, diese Stärke zu finden.
Es ist nichts anderes als der Glaube an einen Funken Gottes in mir.
Je nachdem was man unter Gott versteht.
Für mich würde es auf alles Schöne zutreffen, was ich aus den Augen verloren habe.
Licht, Liebe, Vertrauen, Freude, Energie.
Ich kann verstehen, wenn jemand sagt er habe durch seine Religion sich selbst gefunden und könnte ohne sie nicht leben.
Ich weiss nicht wie lange ich überleben würde, wenn ich die Hoffnung verlieren würde diesen Funken Schönheit in mir irgendwann zu finden.
Religion ist für mich der Weg zu sich selbst.
Hört sich vielleicht egoistisch an, aber ich denke gerade Menschen, die sich selbst gefunden haben, finden auch den Weg zu anderen.
Den richtigen Weg.
Denn irgendwo ticken wir doch alle irgendwie ähnlich.
Das Irgendwo und Irgendwie macht uns individuell.
Sagt auf jeden Fall meine Erfahrung.
puusteblume - 20. Feb, 23:19
